Ullapool – Castletown: Kühe am Strand, zu viele Touristen, und ein Sonnenuntergang hoch oben im Norden

pstimpel/ August 25, 2016/ Tagebucheintrag/ 0 comments

Hoch in den äußersten einsamen Norden soll es heute gehen, Tagesziel ist mindestens Durness und vielleicht ein Sonnenuntergang am Meer. Mal schauen…

Beim Frühstück teilen wir uns den Raum mit einer Familie aus Deutschland. Er, sie, und die etwa 10-jährige Tochter. Die Tochter versucht, die Grenzen der Eltern auszuloten, was bei uns für einige Erheiterung sorgt.

Ein toller Tag…

Wir bewegen uns nördlich bis Loch Assynt. Die Landschaft wird einsamer, uriger. Es ist ein toller Tag!

Am Calda House halten wir an und machen noch ein paar Bilder. Gestern hatten wir bereits Ardvreck Castle besucht, welches direkt gegenüber steht.

Wir biegen nun rechts ab, auf die A 894 Richtung Scourie. Wir fahren durch aufregende Landschaften. Es wird noch einsamer. Es entstehen alle paar Kilometer neue Bilder.

In Scourie halten wir an. Es gibt einen Camping-Platz. Im angeschlossenen Cafe gibt es Kaffee und Kuchen. Wir geniesen beides in der Sonne. Die Motorradfahrer packen derweil ihre dicken Maschinen für die Weiterfahrt. Camper füllen Wasservorräte auf. Hinter Scourie biegen wir ab auf die A 838.

Wir erreichen Durness gegen Mittag. Eigentlich stand Cape Wrath auf unserer Liste. Der Leuchtturm ist ein Highlight, liegt aber mitten in einem militärischen Sperrgebiet. Auf dem Gelände vor dem Leuchtturm befindet sich das Bombodrom der Royal Air Force. Man kann den Leuchtturm auf dem Landweg nur erreichen unter Zuhilfenahme einer Fussgängerfähre und eines Shuttle-Busses. Wir haben leider keine Zeit für diesen Abstecher.

Wir biegen links ab, und fahren an den Strand von Balnakeil, welcher von Rindern okkupiert ist! Der Friedhof direkt am Meer ist sehenswert, aber sicher nicht spektakulär.

Zurück in Durness trinken wir einen Kaffee, und fahren zur Smoo Cave. Die Höhle ist sehenswert. Wir verzichten auf die Führung ins Innere der Höhle, studieren aber gespannt die ausgehangenen Informationen.

Die Tour geht weiter als gedacht

Es ist kurz nach Mittag. Wir beschließen, einfach weiterzufahren. Es ist noch viel zu früh und bisschen zu sehr „ab vom Schuß“, um jetzt schon eine Unterkunft zu suchen. Wir fahren Richtung Osten die Küste entlang. Es wird noch einsamer. Alle ein paar Kilometer ein Haus oder zwei…

In Bettyhill trinken wir einen Kaffee. Die Zivilisation wird wieder dichter. Wir finden kein passendes B&B und fahren so auf der Suche bis nach Thurso. Selbst da finden wir nichts passendes. Es ist 18:00. Wir verlassen uns einmal mehr auf das Internet und buchen ein Hotelzimmer in Castletown, 5 km östlich von Thurso.

Wir essen gleich im Hotel, sehr gut sogar. Das Castletown Hotel darf für seine Küche als Empfehlung gelten, nicht für den äußeren Zustand. Aber es ist sauber, nur eben nicht mehr ganz frisch. Während des Essens steigt ein Bus italienischer Touristen im Hotel ab, es wird laut. Es wird richtig laut.

Der Sonnenuntergang

Aber wir wollten ja eigentlich den Sonnenuntergang am Meer sehen. Also steigen wir ins Auto, und überlassen die Italiener dem geduldigen Hotelpersonal.

Wir fahren nach John o’Groats, und besuchen den Leuchtturm da. Es ist ein schöner Abend, aber es kündigt sich Wetter an. Die Orkney Inseln sind am Horizont zu sehen. Wir werden diese Inseln in diesem Urlaub leider nicht besuchen…

Wir fahren ein paar Kilometer zurück, und biegen ab Richtung Norden. Über Nebenstraßen „7. Ordnung“ geht es zum Dunnet Head, und damit dem nördlichsten Punkt des „Mainlands“. Die Sonne geht unter. Die Sonne selbst legt sich hinter den Wolken zu Bett, sorgt aber für einen hübschen Himmel, und es entstehen schöne Bilder vom Leuchtturm. Ein holländisches Paar fängt ein kleines nettes Gespräch an, und wir schwärmen von den Farben am Himmel – und „schimpfen“ über die Temperaturen. Es sind mittlerweile noch gefühlte 8 ° und ein eisiges Lüftchen weht…

Wir beschließen, das als Sonnenuntergang am Meer gelten zu lassen!

Wir fahren zurück ins Hotel. Es war ein langer Tag. Ein Guinness bringt uns in die wohlverdiente Nachtruhe. Bevor wir so richtig einschlafen können, zeigen wir der italienischen Oma vom Nachbarzimmer noch fix, wie die Schlösser hier funktionieren. Mit Gewalt jedenfalls nicht…Gute Nacht!

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