Glenfinnan – Inverinate: Isle of Skye, erster Tag – wie kocht man ein Kamel, und kann man Haggis wirklich essen?

pstimpel/ August 22, 2016/ Tagebucheintrag/ 0 comments

Yippee, heute geht es auf die Isle of Skye!

Wir sitzen am Frühstückstisch. Mit uns sitzen Australier am Tisch. Beide geniesen ihren Ruhestand, und machen eine Weltreise. Im Gespräch erfahren wir, dass er per Flugzeug jahrelang Australien vermessen hat. Außerdem lernen wir, dass es in Australien Kamele gibt – uns war das neu. Aber Kamel essen mögen sie nicht: „Wie kocht man ein Kamel? Man legt einen Stein mit in den Topf! Wenn der Stein weich ist, ist das Kamel geniesbar…“

Nach dieser Lehrstunde machen wir uns auf Richtung Isle of Skye. Am Vorabend haben wir noch versucht, eine Bleibe auf der Insel zu finden, sind aber gescheitert. Also beschließen wir, die Augen offen zu halten und probieren es auf gut Glück.

Der Weg führt uns zurück nach Fort William und von da nach Norden. In Invergarry biegen wir links ab. Am Loch Cluanie biegen wir wieder links ab. Im Cluanie Inn gibt es einen Kaffee. Ein paar Meter weiter sind wir wieder am Meer. In Inverinate fangen wir an eine Bleibe zu suchen. Der erste Versuch schlägt fehl, aber wir werden kurzerhand telefonisch vermittelt.

Hürde 1 genommen, Übernachtung gefunden

Wir kommen bei einer irischen Auswanderin unter, ein paar Meter den Berg runter. 2 Nächte? „Kein Problem.“ Wieviel? „100 Pfund…“ Puh…“…in Summe!“ Yippee, erste Hürde genommen! Es sollte die günstigste Übernachtung unserer Reise werden, und bei weitem nicht die schlechteste! Das Beinn Edra B&B gilt hiermit als Empfehlung.

Wir halten uns gar nicht lange auf, packen nur fix aus, und fahren weiter. Eilean Donan Castle heißt das Ziel, es sind nur 2km die Straße runter. Das Schloß ist besuchbar, und eines der touristisch bekannteren Ziele. Auch Filmkulisse war es schon, z.B. für Verlockende Falle mit Catherine Zeta-Jones und Sean Connery.

Eilean Donan Castle

Wir parken ein, und besuchen das Schloß. Das Wetter ist heute was zwischen schottisch grau mit Wind und Regen, dazwischen immer wieder Sonne.


Das Schloß selbst bietet eine Zeitreise in die schottische Vergangenheit der letzten 500 Jahre. Sehenswert!

Wir trinken im angeschlossenen (viel zu lauten und modernen) Cafe unseren Kaffee und essen ein Stück Torte. Danach geht es Richtung Portree auf die…Isle of Skye!

Die Insel ist bequem über eine Brücke zu erreichen. Danach geht es ewig am Meer entlang, durch imposante Berge hindurch, wieder am Meer entlang, und irgendwann in eine Stadt hinein.

Portree

Portree ist von Millionen von Fotos bestens bekannt. Aber die Bilder trügen. Die Stadt ist überlaufen, und so gar nicht schottisch gemütlich. Wir machen ein paar notwendig gewordene Einkäufe und kratzen die Kurve. Wir fahren durch einsame Landschaften auf den so lieb gewonnenen einspurigen Straßen nach Brucadale. Dort biegen wir rechts nach Dunvegan ab.

Dunvegan Castle

steht auf dem Plan. Das Schloss ist bewohnt, und ein Teil ist öffentlich zu besichtigen. Die Eintrittspreise sind eher am oberen Ende der Skala angesetzt, aber es lohnt sich. Tolle Zimmer auf einem sehr schönen Rundgang mit jeder Menge Erklärungen durch überall ausliegende Erklärungen und das zuvorkommende Personal rechtfertigen den Preis.


Es geht zurück durch mehr als ansehnliche Landschaft.

Haggis?

Auf dem Heimweg isst Paparazo Haggis. Zum ersten Mal…und was soll man sagen: es schmeckt sehr lecker. Der hiesige Koch hat Bällchen aus der Masse geformt, diese paniert und dann fritiert.

Über die Brücke geht es zurück aufs schottische „Mainland“.

Wir kommen „zu Hause“ an, nicht ohne am Eilean Donan Castle noch ein Bild zu machen und kurz darauf den tollen Sonnenuntergang zu geniesen.


Ein Guinness später schlafen wir friedlich ein…

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