Castletown – Strathpeffer: tolle Schlösser, gemischtes Wetter, und Midges

pstimpel/ August 26, 2016/ Tagebucheintrag/ 0 comments

Midges…das ist ein ganz eigenes Kapitel. Diese kleinen Mistviecher…aber davon später mehr.

Für uns heißt es heute: Abschied vom hohen Norden, und auf Richtung Süden. Gleichzeitig bedeutet es auch, dass sich unser Urlaub dem Ende zuneigt.

Wir frühstücken, und dank unserer italienischen Freunde gibt es im Hotel eine breite Auswahl an Salami und Käse.

Noss Head und Castle Sinclair Girnigoe

Unser erstes Ziel liegt nördlich von Wick auf einem kleinen Landvorsprung. Da steht der Leuchtturm von Noss Head und die Schlossruine Castle Sinclair Girnigoe. Wir treffen einen Einheimischen, und … KEINE weiteren Besucher. Der gute Mann gibt uns eine Schnelleinführung in die Schlosshistorie, in die Bemühungen zum Erhalt der Ruine, und über die schottische Politik in Bezug auf die zahlreichen Ruinen im Land. Sehr spannend! Die Burg wurde bereits 1690 vom damaligen Eigentümer durch Belagerung zerstört, und aufgegeben.

Wir fahren weiter Richtung Süden. Mitten in Wick stürzt der Himmel ein, es regnet, wie wir es selten vorher erlebt haben. Der Wettergott ist hier digital: an, oder aus.

Unser nächstes Ziel soll ein Steintor am Meer sein, Ashy Goe. Leider finden wir den Weg dahin nicht. Das ist weniger ein navigatorisches Problem. Der Regen macht den Weg über die Felder für uns unmöglich, mangels Ausrüstung.

Im Hafen von Lybster lädt ein Cafe ein. Wir folgen dem Ruf. Der Eigentümer geht zu jedem seiner Gäste einmal kurz an den Tisch, und begrüßt ihn mit einem freundlichen Woher und Wohin. Es regnet wieder. Einen kleinen Spaziergang durch den Hafen machen wir 3 Minuten später, als es direkt wieder aufgehört hat mit dem Regen.

Unser nächstes Ziel liegt 1,5h Autofahrt an der Küste entlang Richtung Süden:

Dunrobin Castle

Das Schloss ist der Sitz vom Clan Sutherland in Golspie. Es gibt einen Rundgang im Schloß und einen sehenswerten Garten. Alle paar Stunden lang zeigt ein Falkner sein Können – und dieser Teil der Veranstaltung ist absolut überlaufen. Außerdem gibt es im Garten eine Ausstellung mit jeder Menge geköpfter Tiere – Jagdtrophäen aus aller Herren Länder aus einer Zeit, in der das Erlegen und zur Schau stellen zur persönlichen Reputation eines Lords gehörte. Unseren Geschmack trifft dieser Teil nicht.

Es ist spät geworden. Wir starten mit der Nachtlagersuche. Irgendwo eine Stunde weiter im Süden liegt das anvisierte Tagesziel. Wir verlassen die Küstenstraße und gehen in Strathpeffer auf Suche, nicht ohne vorher noch ein Cafe zu stürmen. Im Ben Wyvis Hotel werden wir fündig. Das Hotel ist „very british“. Wir bekommen ein schickes Zimmer. Es ist eine Mischung aus 20er Jahre und ein paar Renovierungen. Das Hotel liegt sehr ruhig in einem Park, auf welchen wir aus unserem Zimmer schauen können. Strathpeffer ist ein Kurort, folgerichtig ist die Touristendichte hier etwas höher.

Loch Ness und Urquhart Castle

Wir beschließen, einen Abstecher zum Loch Ness zu machen, Urquhart Castle steht auf unserer Liste. Nessie interessiert uns weniger. Wir fahren also die 30 Kilometer Richtung Süden. Am Schloß angekommen müssen wir feststellen, dass diese Ruine nur zu Öffnungszeiten zu besichtigen ist. Wir erhaschen einen Blick auf das im Sonnenuntergang liegende Schloß. Wir beschliessen auch schnell, dass es sich für uns nicht lohnt, während der Öffnungszeiten nochmal wiederzukommen.

Auf dem Rückweg gehen wir in Beauly noch was essen, das Lovat Arms darf als Empfehlung gelten. Wir kommen im Halbdunkel wieder in Strathpeffer an. Da erwarten uns…

Midges!

Als der liebe Gott über Schottland nachdachte, kam er zu der Ansicht, dass so viel schöne Landschaft auch eine Kehrseite braucht, und erfand die Midges. Diese kleinen Drecksviecher beißen! Und die wissen auch ganz genau, wo die Bisse am meisten wehtun. Wir haben kein Mittel gegen die Viecher gefunden. Kettenrauchen hilft, so lang die Kippe qualmt. Und es gibt Netze, die man sich über den Kopf ziehen kann. Man sieht dann zwar aus wie ein Imker, aber egal. Eine andere Variante, den kleinen Dingern zu entgehen: drin bleiben. Wir gehen zeitig zu Bett.

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